Sonntag, 11. Mai 2008

(19) Der Meister, der vom Himmel fiel

Heute möchte ich mich leibhaftig in die Rolle der vielen Gesellschaftskritiker einreihen und - ihr ahnt es schon - die Gesellschaft kurz kritisieren. Um dabei nicht zu enden wie die Mehrheit der großen Gesellschaftskritiker, die entweder ihre Ideen in zwölfbändigen Büchern verewigt haben (und diese nur für professionelle Wissenschaftsanalytiker zu verstehen sind, die unfähig sind einen Nutzen daraus zu ziehen), oder ihre Ideen bestsellerartig der Masse um den Mund zu schmieren wussten (und sich damit selbst in die Rolle des kritisierten Objekt begeben haben). Nein, heute wollen wir ohne Profilierungsabsichten das Rad neu erfinden und die Meister der Reihe nach vom Himmel fallen lassen. Durch die vielen Gitarrenbücher, denen ich mich neuerdings eifrig zugewandt habe, bin ich nämlich überraschend oft auf den Satz "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen" gestoßen. "Ja, warum denn nicht? Hier, hier! Ich bin als Meister vom Himmel gefallen!" - Das möchte ich den Autoren einmal richtig entgegenschmettern, so dass es schmerzt! Es fallen täglich Meister vom Himmel, was traurigerweise sehr selten wahrgenommen wird; besonders die Meister selbst sind unfähig es wahrzunehmen und auf die Mithilfe der Umwelt angewiesen. Unsere ewige Selbstunterschätzung sollte nun endlich aufhören! Wir sind viel besser als wir, wirklich! Denkt nur an den (Fall-)Schirm, sonst sind die Landungen schmerzhafter als sie sein müssten.

Meine Gitarrenkünste begutachten zur Zeit sehr mürrisch die Barré-griffe, und diese sind sehr wichtig, um endlich das erste Clapton-Lied spielen zu können. Überschätze ich mich dabei nicht ein wenig? - Wollt ihr mich das etwa fragen; und das nach dem Lesen des ersten Absatzes? Ich bin als Meister vom Himmel gefallen! [Falls ihr mich das nicht zu fragen vorhattet, wollte ich es trotzdessen ein weiteres Mal aufgeschrieben haben] Onkel Eric kann noch so viele ungreifbare Gitarrengriffe in seine Lieder basteln, ich schaffe es doch!
Nun soll unser spanisches Vierzig-Grad-Wetter nächste Woche seinen Meister gefunden haben und rapide wieder das schwedisches Sommerniveau annehmen. Zum Glück war ich am Wochenende schon einer der Todesmutigen, die das Meer angefangen haben warmzuschwimmen - damit auch die Lebensmutigen eine Chance haben baden zu gehen.
Letzte Woche ist auch noch etwas ganz, ganz tolles passiert; das soll aber erst in der kommenden Woche eingescannt werden, da es sonst seinen Charme verliert.

Schwedisches:
Badlampen (die über dem Spiegel) haben eine Steckdose, das ist überaus praktisch!
Sicherlich ist der Begriff Snus einigen bekannt. Ich hätte aber nicht geglaubt, dass es sooo viele sind, die sich dieses Zeugs unter die Lippe stecken. Bis jetzt habe ich mir noch nicht getraut es zu probieren, aber es wird bestimmt nicht mehr lange dauern; ich werde dann sofort berichten.
Die Eishockey-WM wird hier kaum beachtet - für die Schweden scheint das kein so großes Ereignis zu sein, da die WM jedes Jahr stattfindet. Schade!

2 Kommentare:

P A U L A hat gesagt…

lach lach schmunzel, ich freu mich ejdesmal soo sehr,
hhihihihi
kusskuss dein schwest

Anonym hat gesagt…

Endlich schwarz auf weiß, was wir vorher eigentlich eh schon wussten:
Paul rockt!