Der erste Teil meiner HandlungsWeise endete damit, nicht genügend Kraft und Kondition zu haben, um die Strafe des Sisyphos' zu begleichen; die HandlungsReise konnte somit nur in einem Urlaub enden, der erholen, aber zugleich auch trainieren sollte. Kein zweites Mal soll der Stein im ersten Drittel des Berges anfangen sich gegen meine Drückerfähigkeiten zu wehren und das Weiterrollen einzustellen. Nein, nicht noch einmal! Nun soll die Kraft reichen diesen Klotz der Unästhetik auf die andere Seite zu verbannen, so kann sich ein neuer wagemutiger Ins-Nichts-Stürzer finden, der einem Un-Ende die Grenzen versucht aufzuzeigen. Bis dahin wird es aber sicherlich noch ein langanhaltendes Spektakel zwischen rund und kantig geben.
Nach der ersten Aufregung - der Bus kam eine Stunde zu spät - stiegen in Berlin die meisten anderen Aufregungen gleich mit aus (kreischende Kinder, nörgelnde Ehepaare, schnarchende Männer). Auf einmal war es sehr gemütlich, sogar eine Fährenfahrt in der Nacht war inklusive! Einzig und allein das Warten an der Kopenhagener Haltestelle zwischen dreiviertel fünf und dreiviertel acht in der Früh nagte an den Nerven. Der erste Einführungskurs, der für internationale Studenten zum Glück nicht obligatorisch war, musste zwar ohne mich auskommen, konnte aber einen Tag später in Kurzform nachgeholt werden. Zumindest bin ich nun im schwedischen Studentenalltag angekommen, schimpfe über die schwedischen Buchpreise (die in etwa stets das doppelte als in Deutschland kosten), hoffe das mich kein Professor zum Seminarthema befragt, wundere mich über die unmögliche Anzahl an Büchern, die man unbedingt lesen muss, und natürlich über die Klausuren, Seminararbeiten, Referate, etc. die im Wochentakt abverlangt werden. Komplizierte und eng gestaffelte Zeiten scheinen da auf mich einpurzeln zu wollen.
Aber keine Angst, auch im nichtstudentischen Alltag bin ich wieder voll und ganz der Alte. Etwas verwunderliches hat es aber schon, die Fragen der schwedischen Einwohner plötzlich zu verstehen. Hatte man doch das "Entschuldigen sie, aber mein Schwedisch ist nicht so gut" auf den Lippen, muss man nun besten Gewissens die Fragen beantworten. Das große Problem ist dabei gar nicht so sehr das Vokabular, denn die meisten verstehen auch ein falsch flektiertes Verb; die Probleme sind die falschen Erklärungen, die ich ungewollt abgebe. Fragt mich jemand wo die Universitätsbibliothek ist, schicke ich denjenigen zur Stadtbibliothek; werde ich nach dem Weg zum Coop gefragt, schicke ich ihn natürlich zu Willys (beides Lebensmittelversorgungsstationen). Zum Glück wissen die meisten - komischerweise - dass meine Wegbeschreibungen nicht so recht stimmen. In erster Linie geht es mir ja auch um die Sprache und das Gutgemeinte, die Wahrheit ist dabei völlig nebensächlich!
Damit ist nun die zweite Runde eröffnet. Diesmal soll er fallen, der Stein, aber auf die andere Seite!
Aber keine Angst, auch im nichtstudentischen Alltag bin ich wieder voll und ganz der Alte. Etwas verwunderliches hat es aber schon, die Fragen der schwedischen Einwohner plötzlich zu verstehen. Hatte man doch das "Entschuldigen sie, aber mein Schwedisch ist nicht so gut" auf den Lippen, muss man nun besten Gewissens die Fragen beantworten. Das große Problem ist dabei gar nicht so sehr das Vokabular, denn die meisten verstehen auch ein falsch flektiertes Verb; die Probleme sind die falschen Erklärungen, die ich ungewollt abgebe. Fragt mich jemand wo die Universitätsbibliothek ist, schicke ich denjenigen zur Stadtbibliothek; werde ich nach dem Weg zum Coop gefragt, schicke ich ihn natürlich zu Willys (beides Lebensmittelversorgungsstationen). Zum Glück wissen die meisten - komischerweise - dass meine Wegbeschreibungen nicht so recht stimmen. In erster Linie geht es mir ja auch um die Sprache und das Gutgemeinte, die Wahrheit ist dabei völlig nebensächlich!
Damit ist nun die zweite Runde eröffnet. Diesmal soll er fallen, der Stein, aber auf die andere Seite!

5 Kommentare:
trotz langer pause:
einen leser hast du noch.
bin da für zwei ;)
LG Romy
ich spiele den dritten leser
nr. 4 ist hier
lg lucrecia
Und die Nummer 5.
LG Olaf
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