Donnerstag, 29. Mai 2008

(23) Das unheimliche Paket - Teil 1

Und da war es passiert: Am Montag Nachmittag erhielt ich ein kleines zerknülltes Zettelchen, auf dem zu lesen war, dass ich der Auserwählte eines ankommenden Paketes geworden bin. Hier in Schweden scheint es üblich zu sein, dass die Pakete nicht an der Haustüre übergeben, sondern in benachbarte Postkiosk-ähnliche Geschäftchen hinterlassen werden, die man dann bewaffnet mit allerhand Ausweisen versucht den Verkäufern abzunehmen. Die Schweden denken nämlich stets, dass man nicht der ist, der man ist; auch wenn die fälschungssicheren Ausweise zufällig den selben Namen tragen, der auf dem Paket steht und auch die Fotos seltsamerweise hohe Ähnlichkeiten mit dem Gesicht aufweisen, das gerade den Verkäufer fragend anblickt.
Nun stand auf dem kleinen, zerknüllten Paketzettelchen jedoch eine Adresse, die ich niemals zuvor gelesen und gehört habe. Normalerweise werden alle Pakete für unsere Straße in den Postkiosk gebracht, der ungefähr drei Fußminuten entfernt liegt. Nach längeren Recherchen (die bis zum Dienstag Abend anhielten), wie, wann und wo man am Besten zum Aufbewahrungsort des Paketes gelangt, machte ich micht am Mittwoch pünktlich um 11:30 Uhr auf den Weg. Bei der Wanderung - ich war zu geizig für das Busticket - hatte ich es mit unüberwindbaren Autobahnen (die ich aber überqueren musste), mit gefährlichen Ghettos und allerhand anderen Übeln zu tun. Das war auch der Grund, warum ich erst um 12.30 Uhr die Post erreichte; die Post mit einer großen Lagerhalle im Hintergrund. Dann sah ich die Öffnungszeiten: 08:00 bis 10:00 Uhr und 15:00 bis 18:00 Uhr. Zweieinhalb Stunden warten? Niemals! Auf zurück!
Der Rückweg, der mir noch viel länger schien als der Hinweg, gab mir viel Zeit über das seltsame Paket nachzudenken. Keiner hat ein Paket angemeldet (ungewöhnlich) und das Paket wird vermutlich etwas größer und schwerer ausfallen (warum sonst der abgelegene Lagerhallen-Post-Ort). Als ich auch noch das Postzettelchen herausholte, um mich zu vergewissern, ob das Paket wirklich für mich ist, sprang mir eine Zahl ganz deutlich ins Auge: 23! Ankunftstag: 23. Mai 2008. Vielleicht wissen nicht alle, was es mit der Zahl 23 auf sich hat, doch ich wusste es (und was ist mit der fortlaufenden Nummerierung im Blog, die heute zufällig 23 ist?!)! Von diesem Augenblick an hatte ich eine Ahnung, was in den nächsten Tagen geschehen sollte...


(Fortsetzung folgt)

9 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

och manno. will weiterlesen. jawohl! musst schnell weiterschreiben. einen guten krimi legt man ja auch nicht mal eben zur seite...

lg resi

lll hat gesagt…

Morgen Abend kommt der zweite Teil :)

Um voraussichtlichen Fragen im Voraus zu begegnen: Der eingescannte Postzettel ist schon der zweite, den ich erhielt - also nicht derjenige, von dem bis jetzt die Rede war. Das erklärt vielleicht, warum ich zur falschen Öffnungszeit dagewesen war, denn beim ersten Zettel waren keine Öffnungszeiten darauf gestempelt.

Nettl hat gesagt…

Har und im Statusbericht (jaja sowas gibts :) ) steht immer noch, dass das Paket am 23.05. zugeliefert wurde, nur niemand Daheim war und sie es nochmal probieren wollen. Alles Lüge!

Anonym hat gesagt…

"morgen abend" ist vorbei, paul!!!
lg resi

lll hat gesagt…

Jaha, ich immer mit meinen leeren Versprechungen; setze natürlich alles daran, wenigstens heute Abend den zweiten Teil zu komplettieren :D (heute Abend heißt in Schweden: zwischen 1:00 Uhr und 7:00 Uhr)

Anonym hat gesagt…

nur keinen stress. künstler brauchen eben eine kreative phase ;).

Anonym hat gesagt…

steckst du in einer kreativen schwarzen loch oder beschäftigst du dich so viel mit deinem neuen mitbewohner?

Anonym hat gesagt…

paul!!!!
dir gehen pro tag, den du nix weiter schreibst mindestens 3500 deiner regelmäßigen blog-leser verloren, d.h. in ca. zwei wochen wird niemand mehr außer mir diese seite aufrufen (meine hoffnung stirbt zuletzt).

lll hat gesagt…

So, nun ist die Zeit der Schaffenskrise überwunden und ein neuer Teil konnte präsentiert werden :)