Vor wenigen Tagen erst fand wohl das ergreifendste Ereignis (m)eines bisherigen schwedischen Lebens statt: Ich begegnete im Netto einer ganzen Palette Dosenbier (24 Dosen) für 5,77€. Dieser unvorstellbare Preis, der noch nicht einmal ein Druckfehler zu sein schien, animierte mich in einer Form ekstatischer Eskalation auf der Stelle handgreiflich zu werden. Selbst die strengen und verwundernden Blicke der schwedischen Einwohner an einem Mittwoch Morgen mit dreizehn Kilogramm Bier durch die Innenstadt Malmös zu marschieren, hatten keinen großen Einfluss auf meine anhaltende Freude.
Auch die sonst typische Bewaffnung im Kampf gegen die Bürokratie scheint in Schweden nicht ganz so notwendig wie in Deutschland; denn ich war weder zur Tages-, Wochen- oder Monatsmitte im Skatteverket, noch hatte ich kompliziertere Gespräche zu führen. Selbst der Erstantrag war vollständig. Einzig und allein das weibliche Machtausübungswerkzeug ließ mir ins Gedächtnis zurückrufen, dass ich es ganz offiziell mit schwedischer Bürokratie zu tun hatte. Der eingeplante Zwölfrundenkampf, den ich mit knappen Punktvorsprung zu gewinnen erhoffte, war im Endeffekt nicht einmal ein Erstrunden-K.O.-Sieg, da ich eigentlich gar keinen Gegner zu bewältigen hatte; deutlicher geschrieben: Mein Gegner hat sich vom Nichtantritt überzeugen lassen. Nächste Woche bekomme ich also meine Personennummer!
Grob gesagt ist alles viel einfacher als es überall geschrieben wird. Einzig und allein die Jobsuche verbietet mir jede Pauschalisierung, denn diese ist unglaublich schwierig - besonders als Fremder, der kein Schwedisch spricht. Da ich nächste Woche aber nun für die nächsten elf, zwölf Monate ein echter Schwede sein darf, werde ich weiter mein Erfolgsrezept des blauäugigen Entgegenlaufens anwenden. Und um nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich ein richtiger Wikinger zu werden, habe ich ganz spontan alle Rasierer und Scheren aus der Wohnung entfernt.
Am allerallermeisten freue ich mich aber schon auf die Liquidierung meiner deutschen Geschichte; bald kann auch ich endlich (schwedische) Flaggen schwingen und die (schwedische) Nationalhymne in voller Lautstärke mitsingen. Und das kurz vor der Eishockey-WM und der Fußball-EM. Ach, wie freu ich mich!
Auch die sonst typische Bewaffnung im Kampf gegen die Bürokratie scheint in Schweden nicht ganz so notwendig wie in Deutschland; denn ich war weder zur Tages-, Wochen- oder Monatsmitte im Skatteverket, noch hatte ich kompliziertere Gespräche zu führen. Selbst der Erstantrag war vollständig. Einzig und allein das weibliche Machtausübungswerkzeug ließ mir ins Gedächtnis zurückrufen, dass ich es ganz offiziell mit schwedischer Bürokratie zu tun hatte. Der eingeplante Zwölfrundenkampf, den ich mit knappen Punktvorsprung zu gewinnen erhoffte, war im Endeffekt nicht einmal ein Erstrunden-K.O.-Sieg, da ich eigentlich gar keinen Gegner zu bewältigen hatte; deutlicher geschrieben: Mein Gegner hat sich vom Nichtantritt überzeugen lassen. Nächste Woche bekomme ich also meine Personennummer!
Grob gesagt ist alles viel einfacher als es überall geschrieben wird. Einzig und allein die Jobsuche verbietet mir jede Pauschalisierung, denn diese ist unglaublich schwierig - besonders als Fremder, der kein Schwedisch spricht. Da ich nächste Woche aber nun für die nächsten elf, zwölf Monate ein echter Schwede sein darf, werde ich weiter mein Erfolgsrezept des blauäugigen Entgegenlaufens anwenden. Und um nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich ein richtiger Wikinger zu werden, habe ich ganz spontan alle Rasierer und Scheren aus der Wohnung entfernt.
Am allerallermeisten freue ich mich aber schon auf die Liquidierung meiner deutschen Geschichte; bald kann auch ich endlich (schwedische) Flaggen schwingen und die (schwedische) Nationalhymne in voller Lautstärke mitsingen. Und das kurz vor der Eishockey-WM und der Fußball-EM. Ach, wie freu ich mich!
2 Kommentare:
Huhu Pauuuulllll !!! :-))
Ich habe mir an diesem schönen Sonn(igen)tag endlich einmal die Zeit genommen, alle Deine bisherigen Blog-Einträge durchzulesen. Nun bin ich durch und giere nach dem nächsten geistigen Erguss in Form von wohlformulierten Zeilen.
:-)
Dein Plomben-Erlebnis hat mich daran erinnert, dass ich diesen Frühling auch langsam mal zum Zahnarzt gehen sollte. ;)
Ansonsten freue ich mich über die Wetterverbesserung (hpts. wegen des Radelns) und dass Du Anschluss in Schweden gefunden hast!
LG Martn
Das du ein waschechter schwede bist sieht man dir doch schon an deine goldlöckchen an.
da blieb den damen der bürokratie doch gar keine andere möglichkeit.
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