Montag, 10. März 2008

(6) Schock-olade

Ganz aufgeregt wegen der infrastrukturellen Abschottung norddeutscher Tugenddörfer begann ich die verpassten Erlebnisse nach meiner Wiederankunft selbst zu kreieren, da ich immer noch nicht die Möglichkeit hatte die entstandenen Informationslücken mit Schokoladenfallen zu besetzen.
Übrigens eine meiner neuesten Taktiken hinsichtlich benötigter Listigkeit: Schokoladenfallen. So lassen sich unfangbare Dinge, denen meistens gar nicht zugetraut wird den Begriff Schokolade überhaupt zu kennen, mit geringer Kraftanstrengung (Aufstellen der Fallen, Einsammeln der Fallen) in Massen fangen. Natürlich gibt es Dingarten die sich nicht von einfacher Schokolade anlocken lassen, da zählt einzig und allein langjährige Erfahrung, welche Art auf welchen Köder anspringt. Informationen zum Beispiel lassen sich mit einfacher Schokolade in derartigen Massen fangen, dass beim Einsammeln der Fallen noch unzählige Informationen um die Falle verstreut liegen, die mit etwas Arbeitsaufwand und dem nötigen Accessoire säckeweise aufgelesen werden können. Vergleichen lassen sich hier die Informationen mit Fliegen - für diejenigen, denen es etwas zu abstrakt werden sollte. Ein Wunderwerk der Natur möchte man hinausschreien, wenn die Masse der Informationsfliegen gesichtet wird.
S
icherlich lassen sich auch Gedanken mit dieser Methode fangen, nur sollten wir beachten, dass Gedanken zum ersten eine vom Aussterben bedrohte Art ist, die nur sehr, sehr selten vorkommt, zum zweiten eine der intelligenzbehaftetsten Arten sind, die es überhaupt zu geben scheint und drittens dass es viele andere Dingarten gibt, die den Gedanken zum Verwechseln ähnlich sind, aber trotzdem keine Gedanken sind. Bei der Köderwahl wäre außerdem darauf zu achten das Dilemma des unbekannten Unbekannten zu überwinden (Stelle ich einen Köder egal welcher Art auf, weiß der Gedanke schon, dass es nur ein Köder ist). Nun bin ich kein Jurist und kenne mich in der rechtlichen Situation zum Artenschutz zu wenig aus, um über ein eventuelles Fangverbot von Gedanken bescheid zu wissen, weshalb ich Gedanken, sollte ich wirklich einmal der Glückliche sein, sofort wieder freilassen werde.
Als nun schließlich die Vorbereitungen heute früh ihren Höhepukt erreichten und ich faulenzend den Tag damit zubringen konnte zuschnappende Fallen zu bewundern, verging mir der Spaß mit der neu entdeckten Methode die Informationsfliegen aufzulesen und einzupacken. Schlagartig wie von Thors Hammer am kleinen Zeh getroffen, verbiss sich ein tiefer und gemeiner Schmerz, der nun den Verstand zu wecken versuchte. Furchtvoll und respektversessen wagte ich den Lektorenblick über meine Fliegentrophäen gleiten zu lassen. Es hatte sich bestätigt, selbst ein dritter bösartiger Blick sollte die Information nicht zur Neuwandlung überreden können: Der USV TU Dresden verlor mit 20:5 gegen die Wikinger aus Grimma; und mein geliebtes Dynamo Dresden kassierte eine Heimniederlage gegen Oberhausen. Wie furchtbar!
Manchmal regen sich wirklich Zweifel, ob ich an meinen Methoden festhalten sollte.

2 Kommentare:

Nettl hat gesagt…

Heya Mr. Parker!
Aufgrund des Nichterfundenseins von virtueller Schokolade möge mir auf Pump sozusagen bitte die Frage beantwortet werden, warum ich von der schmerzlichen Niederlage der TUler nicht auf dem sonstigen internativen Informations-Weg erfahren konnte. Mein Herz blutet schneller ob der Möglichkeit eines Motivationsverlustes durch zu geringen Zuspruch üblicher motivationsfördernder Maßnahmen, was mich dirkt zur nächsten Frage leitet: Man sieht sich am Grünen? Mit nasenwurzelrunzlichem Lächeln

lll hat gesagt…

Sehr wahrscheinlich sehen wir uns am "Grünen". Die Informationen stagnieren gerade kurzfristig auf dem üblichen Weg, weshalb in diesem Falle unihockeyportal.de oder unihockey.de herhalten muss :)