Mittwoch, 26. März 2008

(10) Schopenstein und Wittgenhauer

Könnten sie mir kurz weiterhelfen, Herr Wittgenstein?

Das scheint mir die passende Standardfrage in Sachen Sprachbarriere. Stetig Gesprächskonstruierend und -übersetzend, da wäre doch ein kleiner Wittgenstein auf den Schultern nicht schlecht. Leider waren alle Wittgensteine ausverkauft, weswegen ich mir den lustigen, alten Schopenhauer im Sonderangebot zusicherte. Denn eigentlich, so sagte man es mir, sollte er ganz ähnlich eines Wittgensteins jeden Fehler in annähernd gleicher Weise bestrafen und es mir dadurch ermöglichen durch Angst und Schrecken die Lernerfolgsquote zu vervierzehnfachen. Anstatt mir aber mit Schlägen und Schreianfällen zu helfen, sitzt er nur mürrisch und eingeschnappt in meinem Rucksack und denkt nicht einmal daran sich meiner zu erbarmen. Da bin ich aber auf die ersten Sprachwechsel gespannt, wie er dann, ob meiner vielen Fehler, erschrocken und unglaubwürdig zu mir herüberschielen wird; dann müsste er sich richtig gehen lassen, hoffentlich.
Bis dahin muss ich weiterhin eine meiner neu entdeckten Weltanalysemöglichkeiten nachgehen, das Prinzip der einfachen Personifiziertheit. So werden abstrakte Dinge einfach personifiziert, zum Kaffee eingeladen und sich unterhalten. Neulich war ich in ein prächtiges Gespräch mit Herr Sein, Herr Denken und Herr Emotion verwickelt, aber das wäre eine andere Geschichte. Denn wie ihr vielleicht schon vermutet habt, ist heute der große Tag des Abschieds gekommen, bzw. der große Tag des Willkommens. Um 19:55 Uhr wird das Flugzeug in Berlin abheben und mich sicher nach Kopenhagen nach Dänemark bringen, dort werde ich mich zum Zug nach Malmö begeben und auf meine schwedischen Freunde warten, die ich noch nie gesehen habe. Die Vermutung liegt nahe, dass meine zwei kleinen Geschenke noch am selben Abend aufgebraucht werden (Na, was schenkt man als Einreisender wohl den nordischen Einheimischen?).
Sobald die Kommunkationplattform gegeben sein wird, finden sich wie gewohnt in voller Pracht und Fülle die gewohnten Buchstabenaneinanderreihungsketten mit Bildchen.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

muah muah...man ist gespannt auf Weiteres...Liebste Grüzlies...Romy

lll hat gesagt…

Harter Alkohol ist platzsparender, weswegen ich diesen ausgewählt habe. Der reicht meistens auch etwas länger als einfaches Bier. Mir selbst habe ich nichts mitgenommen, sonst hätte es Gepäckprobleme gegeben; aber die zwei (jetzt nur noch einer) teilen alles mit mir :)